Der Koikarpfen

Der Koikarpfen

Die Koi sind bunte Zuchtformen aus Japan, die als Zierfische gehalten werden. „Koi“ ist das japanische Wort für Karpfen allgemein und bezeichnet dort nicht ausdrücklich die bunten Formen. Von den Koi gibt es eine Vielzahl von Formen, die Schuppen-, Zeil- und Spiegelkarpfen in verschiedenen Färbungen und Farbmustern sowie eine besonders metallisch glänzende Schuppenvariante (Ginrin) umfassen. Diese Koi tragen viele verschiedene japanische Typbezeichnungen.

Japan Koi, auch Nishikigoi oder einfach Zierkarpfen genannt, sind vermutlich (...so ganz eindeutig ist das nicht!) Züchtungen von Farbkarpfen aus dem japanischen schwarzen Wildkarpfen (japanisch Magoi), bestehend aus den Grundfarben, schwarz, rot, weiß aber auch blau, gelb, orange, grün, metallisch glänzend, silbern- und goldfarben, die ganzjährig im Gartenteich gehalten werden. Die Koi können bei sauberem Wasser, guter Pflege, vielseitiger Nahrung und genügend Schwimmfreiheit eine Größe von mehr als 90cm erreichen und älter als 70 Jahre werden! Die Bezeichnung "Koi" ist wörtlich genommen die Kurzform des chinesischen Wortes "Nishikigoi" und bedeutet Brokatkarpfen. Weil es im Chinesischen kein Zeichen für Farbe gibt wurde das Zeichen für Brokat hinzugefügt. Brokat ist ein mit feinen Metallfäden durchwebten Seidenstoff aus chinesischer Seide, der im frühen Mittelalter das typische Statussymbol wohlhabender Adliger und geistige Würdenträger war.

Der Nishikigoi gilt als die älteste farbige Zuchtform des Karpfens (Cyprinus carpio) zum Zierkarpfen. Der Koi, der seine Vorfahren im Schwarzen, Kaspischen, Ochotskischen Meer, dem Aralsee und vor allem in China haben soll, fand seine Herkunft in der Flusskarpfenzucht. Die eigentlichen Farbkarpfen sind Mutationen des Flusskarpfens. Die Koi ähneln dem weithin bekannten Spiegelkarpfen nicht. Man kann sagen, dass mit der ersten Koi- Zucht, vermutlich 1100 v. Chr., die heutige Zierfischzucht im alten China begründet wurde. Andere berichten, dass "der Urahne des Koi der Asagi sei, eine farbliche Mutation des japanischen schwarzen Wildkarpfens, den ein Fischer aus dem Fluss gefischt haben soll. Beim Versuch, sein seitlich platziertes Rot auf den Rücken zu züchten, sollen sich der Kohaku - und daraus Schritt für Schritt die ganze Vielzahl der anderen, heute bekannten Varietäten entwickelt haben. Nahe liegend ist jedoch, dass der Koi im 17.Jh. bei den japanischen Eroberungszügen nach Japan aus China mitgebracht wurde und erst einmal als Nahrungsmittel galt.

 
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